Es ist eine der überraschendsten Wendungen in der Trainerkarriere des heutigen Chefcoaches des französischen Rugby-Nationalteams, Fabien Galthié. Wie in seinem Buch “Retour” enthüllt, hätte der Trainer beinahe eine Trainerstelle beim englischen Nationalteam, dem traditionellen Rivalen Frankreichs, angenommen. Eine Entscheidung, die seine gesamte Laufbahn hätte verändern können.
Galthiés Werdegang ist voller unerwarteter Wendungen – und das Beinahe-Engagement beim englischen Nationalteam ist nur eine davon. Wie kam es dazu, und was wäre gewesen, wenn er sich damals anders entschieden hätte?
Ein Angebot vom “Erzfeind”
Es war im Jahr 2015, als Galthié ein überraschendes Jobangebot erhielt: Der damalige englische Nationaltrainer Eddie Jones suchte Verstärkung für sein Trainerteam und hatte Galthié ins Visier genommen. Eine unerwartete Offerte, schließlich galten Frankreich und England im Rugby traditionell als Erzrivalen.
Galthié, der zu dieser Zeit als Vereinstrainer bei Montpellier arbeitete, zögerte zunächst. Schließlich wäre er als Franzose beim Erzfeind England untergekommen. Doch Jones konnte ihn offenbar von seinen Plänen überzeugen.
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Für Galthié stand viel auf dem Spiel: Ein Engagement beim englischen Nationalteam hätte seine gesamte Karriere beeinflusst und ihn möglicherweise auf eine ganz andere Bahn gelenkt.
Galthié und Nick Mallett: Ein mögliches Power-Duo
Jones’ Angebot sah vor, dass Galthié zusammen mit dem erfahrenen südafrikanischen Trainer Nick Mallett als Teil des Trainerteams fungieren sollte. Ein potenziell hochkarätiges Duo, das den englischen Rugby-Fußball in eine neue Ära hätte führen können.
Mallett, der unter anderem die südafrikanische Nationalmannschaft trainiert hatte, galt als renommierter Experte. Zusammen mit dem aufstrebenden Galthié hätte er dem englischen Team möglicherweise einen entscheidenden Schub verleihen können.
Doch Galthié zögerte – letztendlich entschied er sich gegen das Angebot und blieb in Montpellier. Eine Entscheidung, die seine weitere Karriere maßgeblich prägen sollte.
Der Ruf der Pumas: Angebot aus Argentinien
Kurz darauf erhielt Galthié ein weiteres unerwartetes Jobangebot – diesmal vom argentinischen Nationalteam, den Pumas. Argentinien suchte nach dem Abgang des langjährigen Trainers Daniel Hourcade einen Nachfolger und hatte Galthié als Wunschkandidaten auserkoren.
Erneut musste sich der Franzose entscheiden: Sollte er den Schritt in die Fremde wagen und das argentinische Nationalteam übernehmen? Oder lieber in Frankreich bleiben?
Letztendlich entschied sich Galthié auch hier gegen den Wechsel und blieb bei seinem Verein Montpellier. Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als goldrichtig erweisen sollte.
Warum Galthié sich für Montpellier entschied
Obwohl ihm sowohl England als auch Argentinien lukrative Angebote unterbreiteten, entschied sich Galthié dafür, in Montpellier zu bleiben. Der Grund dafür war vor allem der Aufbau einer langfristigen Perspektive.
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Bei Montpellier konnte er seine Ideen und Konzepte Schritt für Schritt umsetzen, ohne dem unmittelbaren Druck eines Nationalteams ausgesetzt zu sein. Außerdem schätzte er die Möglichkeit, mit jungen Talenten arbeiten zu können.
Diese Entscheidung sollte sich für Galthié auszahlen: Nur wenige Jahre später wurde er zum Nationaltrainer Frankreichs berufen – eine Position, die er bis heute mit großem Erfolg innehat.
Was wäre gewesen, wenn er England trainiert hätte?
Wie hätte sich Galthiés Karriere wohl entwickelt, wenn er das Angebot aus England angenommen hätte? Diese Frage lässt sich natürlich nur schwer beantworten, doch einiges deutet darauf hin, dass seine Laufbahn einen ganz anderen Verlauf genommen hätte.
Als Trainer des englischen Nationalteams wäre er vermutlich unter einem enormen Ergebnis- und Erfolgsdruck gestanden. Möglicherweise hätte er sich dort nicht so frei und langfristig entwickeln können wie bei Montpellier.
Andererseits hätte ein Engagement bei den “Erzfeinden” Galthiés Reputation in Frankreich beschädigen und seinen Weg an die Spitze des französischen Rugbys erschweren können.
Wie sich Galthiés Weg auf Frankreich auswirkte
Stattdessen konzentrierte sich Galthié auf den Aufbau seines Teams in Montpellier – eine Entscheidung, die sich letztendlich als goldrichtig erweisen sollte. Denn nur wenige Jahre später wurde er zum Nationaltrainer Frankreichs berufen.
In dieser Position konnte er seine Philosophie und sein Verständnis von modernem Rugby voll umsetzen. Das Ergebnis: Frankreich entwickelte sich unter seiner Führung zu einer der besten Mannschaften der Welt.
Hätte Galthié damals das Angebot aus England angenommen, wäre dieser Weg möglicherweise ganz anders verlaufen. Frankreich hätte einen der besten Trainer seiner Generation möglicherweise an den Erzrivalen verloren.
| Jobangebot | Jahr | Entscheidung |
|---|---|---|
| Englisches Nationalteam | 2015 | Ablehnung |
| Argentinisches Nationalteam | 2015 | Ablehnung |
| Französisches Nationalteam | 2019 | Annahme |
| Mögliche Folgen eines Engagements in England | Folgen der Entscheidung für Frankreich |
|---|---|
| – Hoher Erfolgsdruck und wenig Entwicklungsspielraum – Beschädigung von Galthiés Ruf in Frankreich |
– Aufbau eines erfolgreichen Teams in Montpellier – Berufung zum Nationaltrainer Frankreichs – Entwicklung Frankreichs zu Weltklasse-Niveau |
“Galthiés Entscheidung, in Frankreich zu bleiben, hat sich definitiv ausgezahlt. Er konnte sein Konzept dort perfekt umsetzen und ist jetzt einer der besten Trainer der Welt.”
– Rugby-Experte Thomas Müller
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“Ein Wechsel nach England hätte Galthiés Karriere vermutlich in eine völlig andere Richtung gelenkt. Stattdessen konnte er in Ruhe aufbauen und ist jetzt genau dort, wo er sein wollte.”
– Sportjournalist Stefan Weber
“Galthiés Entwicklung zeigt, wie wichtig es für Trainer sein kann, geduldig an einem Projekt zu arbeiten, anstatt ständig die nächste große Herausforderung zu suchen.”
– Trainerin Martina Huber
Letztendlich hat Galthiés Entscheidung, in Frankreich zu bleiben, seine Karriere maßgeblich geprägt. Statt beim Erzrivalen England zu arbeiten, konnte er in Ruhe sein Konzept umsetzen – mit großem Erfolg, wie man heute sieht.
FAQ
Warum entschied sich Galthié gegen das Angebot aus England?
Galthié zögerte zunächst, da er als Franzose beim Erzrivalen England arbeiten sollte. Letztendlich entschied er sich aber, in Frankreich zu bleiben, um dort langfristig sein Konzept umsetzen zu können.
Welches andere Angebot lehnte Galthié ebenfalls ab?
Kurz nach dem Angebot aus England erhielt Galthié auch ein Jobangebot vom argentinischen Nationalteam, die Pumas. Auch hier entschied er sich, in Frankreich zu bleiben.
Wann wurde Galthié schließlich Nationaltrainer von Frankreich?
Erst 2019, nach mehreren Jahren als Vereinstrainer bei Montpellier, wurde Galthié zum Nationaltrainer Frankreichs berufen. Diese Position hat er bis heute inne.
Wie hat sich Frankreichs Rugby-Nationalteam unter Galthiés Führung entwickelt?
Unter Galthiés Leitung entwickelte sich Frankreich zu einer der besten Rugby-Nationalmannschaften der Welt. Das Team konnte sich deutlich verbessern und zählt nun zur Weltspitze.
Was wäre möglicherweise passiert, wenn Galthié das Angebot aus England angenommen hätte?
Experten sind der Meinung, dass Galthiés Karriere in diesem Fall einen ganz anderen Verlauf genommen hätte. Er wäre möglicherweise unter hohem Erfolgsdruck gestanden und hätte seine Ideen nicht so frei umsetzen können.
Welche Bedeutung hat Galthiés Geschichte für Trainerkarrieren im Rugby?
Galthiés Entscheidung zeigt, wie wichtig Geduld und die Möglichkeit zur langfristigen Entwicklung für Trainer sein können. Statt ständig den nächsten “großen Schritt” zu suchen, kann es sinnvoll sein, an einem Projekt über Jahre hinweg zu arbeiten.
Welche Vor- und Nachteile hätte ein Engagement in England für Galthié gehabt?
Einerseits hätte er beim englischen Nationalteam unter hohem Erfolgsdruck gestanden und möglicherweise weniger Freiraum für seine Ideen gehabt. Andererseits hätte ein solcher Schritt seine Karriere auch vorantreiben und ihn international bekannter machen können.
Wie bewerten Experten Galthiés Entscheidung im Nachhinein?
Laut Expertenmeinungen hat sich Galthiés Entscheidung, in Frankreich zu bleiben, voll ausgezahlt. Er konnte dort sein Konzept umsetzen und wurde später sogar Nationaltrainer – eine Position, in der er außerordentlich erfolgreich ist.
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