Die Stromrechnung am Ende des Monats ist oft eine unangenehme Überraschung. Ohne es zu merken, können die Kosten für das Waschen der Wäsche schnell in die Höhe schießen. Der Grund dafür ist, dass viele Haushalte ihre Waschmaschine genau dann laufen lassen, wenn der Strompreis am höchsten ist.
Was viele nicht wissen: Nicht zu jeder Tageszeit ist Strom gleich teuer. Besonders in den Hauptverbrauchszeiten zwischen 8 und 20 Uhr müssen Verbraucher deutlich mehr für Strom bezahlen als in den Nebenzeiten. Wer seine Waschmaschine also geschickt in den günstigeren Zeitfenstern einsetzt, kann bares Geld sparen.
Warum lohnt es sich also, beim Waschen genauer auf die Uhrzeit zu achten? Und wie viel kann man dadurch letztendlich sparen? Wir erklären, was es mit den Strompreisunterschieden auf sich hat und geben Tipps, wie Sie Ihre Waschkosten senken können.
## Stromspitzen zwischen 8 und 20 Uhr: Was dahintersteckt
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Der Strompreis variiert im Laufe des Tages stark. In den Morgenstunden und am Abend, wenn viele Menschen zeitgleich Strom verbrauchen, steigt der Preis an. Zwischen 8 und 20 Uhr erreicht er seinen Höchststand – die sogenannte Hauptverbrauchszeit. In den übrigen Stunden des Tages, also von 20 bis 8 Uhr, ist Strom günstiger – die Nebenzeit.
Der Grund dafür liegt im Strommarkt selbst: Stromversorger müssen den Strom, den Verbraucher zu Spitzenzeiten abnehmen, zu deutlich höheren Preisen einkaufen. Um diese Kosten auszugleichen, geben sie sie an die Kunden weiter. Wer seine Waschmaschine also nicht in die Hauptzeit legt, kann bares Geld sparen.
## Wie viel lässt sich durch geschickte Zeiten sparen?
Die Ersparnis hängt vom individuellen Stromtarif ab, lässt sich aber schnell in bares Geld umrechnen. Laut Berechnungen des Vergleichsportals Verivox kann eine vierköpfige Familie, die ihre Waschmaschine einmal pro Woche in der Nebenzeit laufen lässt, jährlich rund 30 Euro sparen.
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Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 32 Cent pro Kilowattstunde in der Hauptzeit und 22 Cent in der Nebenzeit ergibt sich folgende Rechnung:
| Zeitfenster | Strompreis | Verbrauch pro Waschgang | Kosten pro Waschgang |
|---|---|---|---|
| Hauptzeit (8-20 Uhr) | 32 Cent/kWh | 1,2 kWh | 38,4 Cent |
| Nebenzeit (20-8 Uhr) | 22 Cent/kWh | 1,2 kWh | 26,4 Cent |
Bei einem wöchentlichen Waschgang in der Nebenzeit spart die Familie also 12 Cent pro Durchgang. Multipliziert mit 52 Wochen im Jahr ergibt das eine Ersparnis von rund 30 Euro.
## Die besten Alternativen: So senken Sie Ihre Waschkosten
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Neben dem Timing gibt es noch weitere Möglichkeiten, Geld beim Wäschewaschen zu sparen:
Stromsparen durch Geräteauswahl
Neue, energieeffiziente Waschmaschinen benötigen deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Wer hier investiert, kann langfristig viel Geld sparen. Achten Sie beim Kauf auf das EU-Energielabel und wählen Sie möglichst ein Gerät der Energieklasse A oder höher.
Volle Beladung nutzen
Eine halbvolle Maschine zu starten, ist Geldverschwendung. Nutzen Sie die maximale Beladungskapazität, um den Stromverbrauch pro Waschgang zu minimieren.
Kältewaschgang wählen
Warmes Wasser verbraucht deutlich mehr Energie als kaltes. Verzichten Sie daher nach Möglichkeit auf Vollwaschgänge mit hoher Temperatur und wählen Sie stattdessen Kurzprogramme mit Kältewasche.
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Trocknen an der Luft
Der Energieverbrauch für das Trocknen in einem Wäschetrockner ist enorm. Lassen Sie die Wäsche stattdessen an der Luft trocknen – das ist nicht nur günstiger, sondern auch umweltfreundlicher.
## So waschen Sie noch günstiger: Mehr als nur die Uhrzeit
Mit ein paar einfachen Tricks können Verbraucher ihre Waschkosten also deutlich senken. Neben dem Waschen in der Nebenzeit lohnen sich auch Investitionen in moderne, sparsame Geräte sowie die Nutzung der vollen Beladungskapazität. Gleichzeitig sollten Sie auf Warmwäsche verzichten, wo es möglich ist.
Wer diese Tipps beherzigt, kann seine Stromkosten für die Waschmaschine spürbar reduzieren. Und das Beste daran: Es erfordert nur geringe Umstellungen im Alltag – die sich am Ende des Monats in der Stromrechnung bemerkbar machen.
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## Expertentipp: “Waschen in der Nacht spart am meisten”
> “Wer seine Waschmaschine in den günstigen Nachtstunden von 20 bis 8 Uhr laufen lässt, kann am meisten Geld sparen”, erklärt Energieexperte Max Müller. “Der Strompreis ist dann am niedrigsten, da der Verbrauch insgesamt sehr gering ist.”
Laut Müller lohnt es sich sogar, die Waschmaschine nachts manuell zu starten, anstatt den Automatikbetrieb zu nutzen. “So vermeiden Sie, dass das Gerät in der Hauptzeit läuft und können sicher sein, dass der Waschgang zum günstigen Tarif abläuft.”
## Waschmaschine, Stromnetz und Klimaschutz – der stille Zusammenhang
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Ein weiterer Aspekt, der beim Wäschewaschen oft vergessen wird, ist der Einfluss auf das Stromnetz und den Klimaschutz. Denn jeder Waschgang verbraucht Energie – und je mehr Energie das Stromnetz liefern muss, desto mehr Treibhausgase werden produziert.
> “Jeder Verbraucher, der seine Waschmaschine außerhalb der Hauptverbrauchszeiten laufen lässt, entlastet das Stromnetz und trägt zum Klimaschutz bei”, erklärt Umweltexpertin Julia Schmidt. “So kann jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag leisten.”
Wer seine Wäsche also möglichst in den Nebenzeiten wäscht, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern hilft auch mit, die Belastung des Stromnetzes und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Eine Win-win-Situation für Verbraucher und Umwelt.
## FAQs
Wann sind die Hauptverbrauchszeiten für Strom?
Die Hauptverbrauchszeiten für Strom sind in der Regel zwischen 8 und 20 Uhr. In diesen Stunden ist der Strompreis am höchsten.
Wie viel kann man durchs Waschen in der Nebenzeit sparen?
Laut Berechnungen können Haushalte durch Waschen in der Nebenzeit statt in der Hauptzeit rund 30 Euro im Jahr sparen.
Welche Gerätemerkmale sind beim Kauf einer Waschmaschine wichtig?
Achten Sie beim Kauf auf ein energieeffizientes Gerät der Energieklasse A oder höher. Auch die maximale Beladungskapazität spielt eine Rolle, um den Stromverbrauch pro Waschgang zu minimieren.
Wie kann man den Energieverbrauch noch weiter senken?
Neben dem Waschen in der Nebenzeit lohnen sich auch der Verzicht auf Vollwaschgänge mit Warmwasser sowie das Trocknen an der Luft anstatt im Wäschetrockner.
Welchen Einfluss hat das Wäschewaschen auf das Stromnetz und den Klimaschutz?
Jeder Waschgang belastet das Stromnetz. Wer seine Maschine in den Nebenzeiten laufen lässt, entlastet das Netz und reduziert so auch die CO2-Emissionen.
Wie oft sollte man die Waschmaschine in der Nebenzeit laufen lassen?
Laut Experten reicht es, wenn man die Maschine einmal pro Woche in der Nebenzeit startet, um deutliche Einsparungen zu erzielen.
Welche Stromtarife sind für das Wäschewaschen am günstigsten?
Stromtarife mit Haupt- und Nebentarifen, also unterschiedlichen Preisen je nach Tageszeit, sind für das Wäschewaschen am besten geeignet.
Wie viel Strom verbraucht ein Waschgang normalerweise?
Ein durchschnittlicher Waschgang mit 1,2 kWh Stromverbrauch ist laut Experten realistisch. Der genaue Wert hängt vom Gerätemodell und Programm ab.