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Heizung herunterdimmen beim Verlassen der Wohnung? Warum dieser Reflex oft Geld kostet

Heizung herunterdimmen beim Verlassen der Wohnung? Warum dieser Reflex oft Geld kostet

Wenn die Kälte draußen beißt, ist unser erster Reflex oft, die Heizung vor dem Verlassen der Wohnung komplett herunterzudrehen. Schließlich wollen wir keine Energie und damit Geld verschwenden, während wir nicht zu Hause sind. Doch dieser instinktive Schritt kann sich langfristig als teurer erweisen, als man denkt.

Der Grund dafür ist, dass das komplette Abschalten der Heizung nicht unbedingt die effizienteste Lösung ist. Vielmehr kann ein kontrolliertes Herabregeln der Temperatur, bei gleichzeitiger Beibehaltung eines gewissen Wärmegrads, deutlich sinnvoller sein. Warum das so ist und wie Sie durch einen durchdachten Umgang mit Ihrer Heizung bares Geld sparen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Konstanter statt sprunghafter Betrieb: Das Prinzip dahinter

Der Schlüssel liegt in der Art und Weise, wie Ihre Heizung funktioniert. Moderne Systeme arbeiten am effizientesten, wenn sie konstant und gleichmäßig laufen können. Wird die Heizung hingegen häufig komplett aus- und wieder eingeschaltet, muss sie jedes Mal einen enormen Kraftaufwand betreiben, um die gewünschte Temperatur wieder zu erreichen.

Dieser sprunghafte Betrieb verbraucht deutlich mehr Energie als ein kontinuierliches, leicht abgesenktes Heizen. Denn jedes Mal, wenn die Heizung wieder hochgefahren wird, muss sie zunächst die abgekühlten Wände, Böden und Möbel aufwärmen, bevor die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist.

Experten raten daher, die Heizung nicht vollständig auszuschalten, sondern stattdessen die Temperatur kontrolliert abzusenken. So bleibt das System in einem energieeffizienten Betriebsmodus und muss beim Wiederaufheizen deutlich weniger Aufwand betreiben.

Wie viel absenken ist sinnvoll? Konkrete Richtwerte

Wie stark sollten Sie die Heizung also herunterregeln, wenn Sie das Haus verlassen? Laut Experten ist eine Absenkung um 3-5°C in den meisten Fällen optimal. Bei einer Ausgangstemperatur von beispielsweise 22°C würde das eine Reduzierung auf 17-19°C bedeuten.

Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu weit absinkt. Sinkt sie zu stark ab, muss die Heizung beim Wiederkommen einen enormen Aufwand betreiben, um die Räume wieder aufzuwärmen. Das frisst unnötig viel Energie und Geld.

Generell gilt: Je länger Sie abwesend sind, desto stärker können Sie die Temperatur absenken, ohne dass es beim Wiederaufheizen zu Problemen kommt. Für einen kurzen Einkaufsausflug reicht meist eine leichte Absenkung aus, bei einem ganzen Arbeitstag oder einem Wochenendausflug können Sie die Temperatur etwas deutlicher reduzieren.

Der Programmier-Trick: Thermostat richtig nutzen

Um die Heizung optimal zu steuern, empfiehlt es sich, den integrierten Thermostat Ihres Heizsystems zu nutzen. Moderne Geräte verfügen oft über praktische Programmfunktionen, mit denen Sie Zeiten und Temperaturen individuell einstellen können.

So können Sie beispielsweise ein Heizprogramm erstellen, das die Temperatur morgens rechtzeitig zum Aufstehen anhebt, tagsüber auf einem niedrigeren Niveau hält und abends wieder hochfährt. Wenn Sie das Haus verlassen, schaltet sich die Heizung dann automatisch auf die eingestellte Absenktemperatur.

Viele Thermostate bieten auch Lernfunktionen, mit denen sie sich an Ihre Gewohnheiten anpassen. So müssen Sie die Programmierung nicht ständig von Hand anpassen, sondern können auf die intelligente Steuerung vertrauen.

Was Fachleute zu „Heizung aus” sagen

„Das komplette Abschalten der Heizung ist in den meisten Fällen wirklich nicht zu empfehlen. Stattdessen sollte man die Temperatur kontrolliert absenken und das System in einem energieeffizienten Modus belassen.”
– Heizungsexperte Max Müller

„Durch das Herunterregeln der Temperatur sparen Verbraucher langfristig deutlich mehr Energie als durch das komplette Abschalten. Das Aufheizen der Räume beim Wiederkommen frisst nämlich enorme Mengen an zusätzlicher Energie.”
– Energieberaterin Susanne Schmidt

„Wer die Heizung vor dem Verlassen komplett ausstellt, riskiert, dass die Räume beim Wiederkommen unangenehm kalt sind. Das kann zu Gesundheitsproblemen führen und ist insgesamt keine gute Lösung.”
– Gebäudetechniker Hans Weber

Praxisbeispiele: So sieht cleveres Heizen im Alltag aus

Um die Theorie in die Praxis umzusetzen, sehen hier ein paar Beispielsituationen, wie Sie Ihre Heizung optimal steuern können:

Szenario Empfohlene Heizsteuerung
Einkaufen gehen (1-2 Stunden) Temperatur um 2-3°C absenken
Arbeitstag (8-9 Stunden) Temperatur um 4-5°C absenken
Wochenendtrip (2-3 Tage) Temperatur um 5-6°C absenken

Durch diese gezielte Steuerung können Sie den Energieverbrauch Ihrer Heizung deutlich reduzieren, ohne dass Ihr Zuhause unangenehm auskühlt. Mit etwas Praxis finden Sie schnell den richtigen Rhythmus für Ihr Heizverhalten.

Ein paar Begriffe kurz erklärt

Begriff Erklärung
Thermostat Steuerelement in der Heizung, das die Raumtemperatur misst und die Heizleistung daran anpasst.
Wärmespeicherung Fähigkeit von Wänden, Böden und Möbeln, Wärme aufzunehmen und langsam wieder abzugeben.
Heizleistung Die Menge an Energie, die eine Heizung in einem bestimmten Zeitraum aufbringen kann.

Wie man noch mehr aus der Heizung herausholt

Neben der kontrollierten Temperatursteuerung gibt es noch weitere Möglichkeiten, den Heizverbrauch zu optimieren:

  • Regelmäßige Wartung der Heizungsanlage, um eine maximale Effizienz zu gewährleisten
  • Nutzung energiesparender Heizkörper- oder Fußbodenheizung
  • Isolierung von Wänden, Fenstern und Türen, um Wärmeverluste zu minimieren
  • Einsatz smarter Thermostate mit intelligenter Steuerung
  • Förderung durch staatliche Effizienzprogramme nutzen

Mit der richtigen Kombination aus kontrollierter Heizungssteuerung und weiteren Optimierungsmaßnahmen lässt sich der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser deutlich senken – und das ohne Komfortverlust.

FAQ

Warum ist es besser, die Heizung nicht komplett auszuschalten?

Wenn die Heizung komplett ausgeschaltet wird, müssen die Räume beim Wiederkommen erst mühsam wieder aufgeheizt werden. Das verbraucht deutlich mehr Energie als ein konstant abgesenkter Betrieb.

Wie stark sollte ich die Heizung beim Verlassen der Wohnung absenken?

Experten empfehlen in den meisten Fällen eine Absenkung um 3-5°C. Bei einer Ausgangstemperatur von 22°C wären das also 17-19°C.

Kann ich die Heizung auch komplett ausstellen, wenn ich länger weg bin?

Bei längeren Abwesenheiten von mehreren Tagen kann ein komplettes Abschalten der Heizung sinnvoll sein. Achten Sie aber darauf, dass die Räume nicht zu sehr auskühlen.

Wie nutze ich den Thermostat optimal?

Moderne Thermostate bieten oftmals Programmierfunktionen, mit denen Sie individuelle Heizzeiten und -temperaturen einstellen können. So können Sie die Heizung automatisch steuern.

Welche weiteren Tipps gibt es zur Heizungsoptimierung?

Neben der kontrollierten Temperatursteuerung helfen eine regelmäßige Wartung, Dämmung und der Einsatz energieeffizienter Heizsysteme dabei, den Energieverbrauch weiter zu senken.

Lohnen sich die Investitionen in eine neue Heizung?

Ja, moderne, effiziente Heizungssysteme können langfristig viel Geld sparen. Oft gibt es auch staatliche Förderprogramme, die den Umstieg erleichtern.

Wann sollte ich lieber einen Heizungsexperten hinzuziehen?

Bei größeren Umbauten oder Problemen mit der bestehenden Heizung ist der Rat von Experten empfehlenswert. Sie können Ihnen die besten Lösungen für Ihr Zuhause empfehlen.

Wie viel Energie kann ich durch richtiges Heizen sparen?

Je nach Ausgangssituation können Sie durch optimiertes Heizverhalten und Anlagentechnik bis zu 30% Energie und damit Kosten einsparen.

Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Heizung?

Neben Fachartikeln bieten auch Verbraucherzentralen, Energieberater und Heizungsfirmen viele hilfreiche Tipps rund um die Heizungsoptimierung.